Verband für landwirtschaftliche Fachbildung in Bayern e.V.

Die Organisation für Aus-, Fort- und Weiterbildung im Agrarbereich

Tag des offenen Hofes bei der Familie Mauder in Unterfranken

Ziel ist, dass der Verbraucher mit dem Landwirt in direkten Kontakt kommt

Auch der Betrieb der Mauder GbR in Waigolshausen im Landkreis Schweinfurt gehört zu den mehr als 500 teilnehmenden Höfen, die ihre Hoftore Anfang Juni für den Verbraucher öffneten. Beim Tag des offenen Hofes kann der Verbraucher hautnah erleben, wie der Alltag im Stall und auf dem Feld aussieht, was nachhaltiges Wirtschaften bedeutet und mit welchen Herausforderungen der Landwirt zurecht kommen muss. Viele interessierte Besucher waren gekommen, um sich einen Einblick in den Betrieb der Familie Mauder zu verschaffen.
 

von li. n. re.: Helga Mauder , Heinrich Mauder, Sohn René, Tochter Bianca, Sohn Alexander

von li. n. re.: Helga Mauder , Heinrich Mauder, Sohn René, Tochter Bianca, Sohn Alexander

Der Betrieb stellt sich kurz vor:

Die Betriebsleiter sind Heinrich Mauder und René Mauder (GbR), der zweite Sohn Alexander studiert z. Zt. in Triesdorf Landwirtschaft. René Mauder ist Absolvent der Meisterschule in Schweinfurt. Vater Heinrich Mauder ist in der Vorstandschaft des VlF Schweinfurt und dort Kassier. Der Betrieb liegt in einer der guten Ackerbauregionen Unterfrankens. Der Betriebsschwerpunkt lag deshalb bisher im Ackerbau bei der Saatgutvermehrung und im Zuckerrübenanbau. Nachdem Sohn René die Ausbildung beendet hatte, wurde die Bullenmast ausgebaut. Investiert wurde in einen modernen Vollspaltenstall für 360 Tiere, incl. Siloanlage und Güllegrube. An der Hofstelle im Ort war für dieses Vorhaben kein Platz, deshalb musste der neue Stall ausgesiedelt werden. Der Aussiedlungsstandort musste komplett neu erschlossen werden. An der Althofstelle findet auch weiterhin Bullenmast statt und zwar ist dort die Vormast der neu eingestallten Fresser von 200 bis 280 kg. Anschließend kommen die Tiere raus in den Endmaststall. Gemästet werden ausschließlich Fleckviehfresser von einem Aufzuchtbetrieb aus dem Nachbarort. Der neugebaute Stall hat einige Besonderheiten, z.B. die automatische Fütterung. Ein Vorteil dieser Anlage ist die Möglichkeit einer bedarfsgerechten Versorgung der Tiere in den einzelnen Mastabschnitten und damit eine Verbesserung der Effizienz in der Fütterung, es kann auch die Arbeitszeit im Stall etwas flexibler gestaltet werden. In Unterfranken gibt es bisher vier vergleichbare Anlagen, in Bayern sind es 24 (in der Rindermast). Zudem können bei Bedarf die Traufseiten komplett über die "Curtains" geöffnet werden. Somit sorgen viel frische Luft und viel Licht für ein optimales Stallklima. Auch in den Tierkomfort wurde investiert: 75% der Spaltenfläche sind mit Gummi ausgelegt und das Platzangebot für die Bullen liegt deutlich über den bisherigen Empfehlungen. Saatgutvermehrung und Zuckerrübenanbau sind weitere Standbeine des Betriebes Mauder.