Verband für landwirtschaftliche Fachbildung in Bayern e.V.

Die Organisation für Aus-, Fort- und Weiterbildung im Agrarbereich

Umweltminister Thorsten Glauber im Dialog mit dem vlf

zu den Themen Veterinärkontrollen und Gewässerrandstreifen / Rote Gebiete

Anfang März traf sich die Verbandsspitze des vlf sowie weitere Praktiker des Verbandes zu einem Gespräch mit dem bayerischen Umweltminister Thorsten Glauber im Ministerium.

vlf Vorstand im Gespräch mit Umweltminister Glauber (Foto: Schneweis, vlf)

vlf Vorstand im Gespräch mit Umweltminister Glauber (Foto: Schneweis, vlf)

Bereits im Dezember hatte eine Besprechung zwischen dem Umweltminister und dem vlf mit einigen betroffenen Landwirten zu den Themen Veterinärkontrollen und Gewässerrandstreifen/Rote Gebiete im Bildungszentrum Kloster Banz stattgefunden.  Das aktuelle Treffen diente nun einem nach vorn gerichtetem Austausch zu den beiden Fragen „Wie können Veterinärkontrollen für Landwirte verträglich gestaltet werden?“ und „wie können rote Gebiete und Gewässerrandstreifen sachgerecht abgegrenzt werden?“. Dem vlf war es hierbei ein wichtiges Anliegen der Verwaltung konstruktive und zielführende Impulse zu geben und zusammen mit weiteren Vertretern der Praxis deren Erfahrungen und Kompetenzen einzubringen.

Einzelne, gezielte Veterinärkontrollen seien wichtig, aber ebenso auch der Umgang und die Wertschätzung gegenüber den Landwirtsfamilien, so der Minister. Damit es auch weiterhin eine breit aufgestellte Tierhaltung in Bayern gebe, solle der Dialog zwischen Tierärzten und Landwirten intensiviert werden. Informations-Veranstaltungen in den Landkreisen sollen Landwirte über den Ablauf von Tierkontrollen informieren. Das Umweltministerium sieht sich hier nicht nur als kontrollierendes, sondern auch als beratendes Organ. Man arbeite an einem Konzept, wie die Landwirte draußen besser beraten werden können, ein Zusammenwirken mit der Fachberatung ist hierbei dringend erforderlich, so der Minister. Dafür gilt es aber auch die entsprechenden Personalressourcen zur Verfügung zu stellen, so der vlf.

Der vlf wünscht sich eine zukunftsfähige Landwirtschaft unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Belange. Man dürfe nicht eine gesamte Branche unter Generalverdacht stellen. Der vlf empfiehlt dem Minister die Expertise von Praktikern zu nutzen und diese einzubeziehen. Veterinäre sollten unbedingt gezielt auf schwierige Kontrollsituationen und auf Gesprächskompetenzen geschult werden.

In Bezug auf die Gewässerrandstreifenproblematik ist der vlf zuversichtlich, dass von Seiten der Wasserwirtschaftsämter gemeinsam mit landwirtschaftlichen Vertretern die künftige Kulisse entwickelt wird.
Über das Messstellennetz soll die Gebietskulisse erstellt werden, ein einheitliches Verfahren in ganz Deutschland wird erwünscht. Drei Pilotlandkreise in Bayern dienen nun als Blaupause, so der Minister. Es wird sicherlich 2-3 Jahre dauern bis die gesamte Gebietskulisse erstellt ist. Ausgleichszahlungen sollen für Bayern und in Abstimmung mit dem Beihilferecht gefunden werden, um den finanziellen Schaden für die Betriebe abzufedern. Auch sollen die Konditionen über KULAP für die Landwirte verbessert werden. Bei der Festlegung der „Roten Gebiete“ unterstützt der vlf die vom Minister erwähnte Binnendifferenzierung, die eine dem Standort angepasste Regelung der Intensität und somit eine betriebsindividuelle Lösung ermöglicht. Auch die Idee einer freiwilligen Beteiligung der landwirtschaftlichen Betriebe zur Erfassung der notwendigen Betriebsdaten für eine angemessene Anrechnung bei der Festlegung/Umsetzung der Roten Gebiete wird von Seiten des Verbandes unterstützt.

Der vlf verfügt über ein breit aufgestelltes Netzwerk sowie über junge hochqualifizierte Betriebsleiter/-innen. Die Expertisen dieser gilt es besser zu nutzen und einzubringen. Daher regt der Verband die Initiierung eines Fachbeirates an, in dem Verwaltung, Praktiker, Vertreter der angewandten Forschung u.a. sich zu aktuellen Fragen zusammenfinden.


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