
Verband für landwirtschaftliche Fachbildung in Bayern e.V.
Organisation für Aus-, Fort-, und Weiterbildung in der Land- und Hauswirtschaft sowie im gesamten Agrarbereich
Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hatte die besten bayerischen Absolventinnen und Absolventen „Grüner Berufe“ Ende Januar zu einem Austausch ins Ministerium nach München eingeladen. Gemeinsam mit unseren Verbänden vlf und VLM Bayern begrüßte Amtschef Hubert Bittlmayer die 30 besten Absolventinnen und Absolventen, um sich mit ihnen über Bildung, politische Themen und vielerlei Herausforderungen der Nachwuchskräfte in den „Grünen Berufen“ auszutauschen.
v.l. Christine Wutz (vlf), Dagmar Hartleb (VLM), Dr. Claudia Hafner (StMELF),Amtschef Hubert Bittlmayer, Maximilian Wohlgschaft (StMELF), Dr. Isabell Schneweis-Fleischman (vlf) und Nikolaus Gschwendtner (VLM) gemeinsam mit den bayerischen Top-Absolventinnen und -Absolventen der "Grünen Berufe". Foto: StMELF
Vorab hatte die Landwirtschaftsministerin in einer schriftlichen Mitteilung erklärt: „Die Landwirtschaft, wie auch die gesamte Lebensmittelerzeugung und -verarbeitung stehen vor gewaltigen Umbrüchen: Denn der Klimawandel macht uns zu schaffen und die Märkte sind hart umkämpft. Aber genau deshalb brauchen wir die junge Generation, die anpackt. Bayern braucht mutige Unternehmerinnen und Unternehmer, Führungskräfte und Fachkräfte in allen Sparten der Agrarwirtschaft! Eben Menschen, wie die 30 Top-Absolventen, die aus besonderem Holz geschnitzt sind.“ Und weiter betonte die Ministerin: „Eine bestmögliche Aus- und Fortbildung ist immer noch die wichtigste Voraussetzung für gute Zukunftsperspektiven! Zudem setze ich mich mit meiner ganzen Kraft weiterhin dafür ein, dass die gesamte Branche die Anerkennung und Wertschätzung erfährt, die ihr zusteht.“
Seit 2020 lädt das Landwirtschaftsministerium fünf Prozent der besten Absolventinnen und Absolventen aus dem Agrarbereich nach München ins Ministerium zur Diskussionsrunde ein. In diesem Jahr befanden sich unter den 30 jungen Gästen allein neunzehn aus den Berufen Landwirtschaftsmeister, Agrarbetriebswirt bzw. Techniker für Landwirtschaft. Außerdem anwesend: Forstwirtschaftsmeister, Molkereimeister, Milchwirtschaftliche Labormeister, Tierwirtschaftsmeister, Bachelor Professional in Landwirtschaftlichem Rechnungswesen und Steuern bzw. Fachagrarwirt Sportplatzpflege, Techniker für Weinbau und Önologie, sowie Geprüfte Natur- und Landschaftspfleger.
Ausbildungen im Agrarbereich sind gefragt: Im vergangenen Herbst haben etwa 2.100 junge Menschen (2.093 Stand 31.12.2025) eine betriebliche Ausbildung begonnen. Damit ist die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge zum dritten Mal in Folge leicht gestiegen: im Herbst 2023 hatten 2.021 Personen eine Ausbildung im Agrarbereich begonnen, im Herbst 2024 waren es 2.044. Von den insgesamt rund 5.000 Auszubildenden (4.816 Stand 31.12.2025), die derzeit in Bayern einen „Grünen Beruf“ erlernen, durchlaufen 1.414 eine betriebliche Ausbildung zum Landwirt, 1.842 zum Gärtner. (StMELF, 2026)

VLM Vorsitzender Nikolaus Gschwendtner überreichte Stefan Niederbuchner die Dr.-Hans-Eisenmann-Urkunde im Rahmen der Diskussionsrunde mit den TOP-Absolventen der „Grünen Berufe.“ Foto: vlf Bayern
Im Rahmen der Veranstaltung überreichte der VLM-Landesvorsitzende Nikolaus Gschwendtner die Dr.-Hans-Eisenmann-Urkunde an Stefan Niederbuchner aus Chieming, Lkr. Traunstein. Seit 2002 verleiht der VLM Bayern diese Auszeichnung, mit der die Leistung des besten Meister / der besten Meisterin besonders gewürdigt werden soll.
In seinen Worten an die Absolventen/Absolventinnen betonte der Landesvorsitzende des VLM Bayern das hervorragende Aus-, Fort- und Weiterbildungssystem in Bayern. Dies gilt es auch weiterhin zu nutzen, denn Bildung höre nie auf, so Gschwendtner. Er ermutigte seine Zuhörer/-innen für Aus- und Fortbildung in Ihren Berufen zu werben und sich auch in unseren Bildungsverbänden vlf und VLM zu engagieren, als Mitglied und auch als Funktionsträger/-in. Denn eine hervorragende Aus- und Fortbildung sind die besten Argumente gegen unnötige Auflagen, Kontrollen und Bürokratie.