Verband für landwirtschaftliche Fachbildung in Bayern e.V.

Die Organisation für Aus-, Fort- und Weiterbildung im Agrarbereich

Aktuelles vom vlf St. Ottilien

Vlf St. Ottilien flog nach Sizilien

Vom 10.11.-17.11. machte der Vlf St. Ottilien eine Studienreise nach Sizilien. Mit 30 Teilnehmern machte sich Reiseleiter Hubert Brummer mit dem Flieger auf den Weg von München nach Palermo. Dort angekommen ging es gleich mit dem Bus und einer Reiseleiterin 170 km nach Agrigent, das im Süden der Insel liegt.

Vom 10.11.-17.11. machte der Vlf St. Ottilien eine Studienreise nach Sizilien. Mit 30 Teilnehmern machte sich Reiseleiter Hubert Brummer mit dem Flieger auf den Weg von München nach Palermo. Dort angekommen ging es gleich mit dem Bus und einer Reiseleiterin 170 km nach Agrigent, das im Süden der Insel liegt. Am nächsten Tag besichtigten wir ein Landgut in der Nähe der Sikaner Berge. 150 ha- mit eigener Käserei. 60 Milchkühe, Esel, Ziegen, Schafe und Pferde werden dort gehalten. Insgesamt 20 Mitarbeiter sind auf dem Betrieb beschäftigt, die alle Familienmitglieder sind. Auch hatten wir da eine Kostprobe verschiedener im Hause hergestellter Produkte und besonders schmeckte der eigene Wein, von dem 2000 Ltr. p.Jahr produziert werden. Dann war die Besichtigung der biologisch bewirtschafteten Mandel und Olivenplantage mit Gemüse Anbau. Das Tal der Tempel durfte nicht fehlen. An der Ostküste besuchten wir die spätrömische Villa del Casale und den Balkon Sizilien in Enna, der höchstgelegenen Provinzhauptstadt Italiens. Auch die Stauferburg in Castello di Lombardio durfte nicht fehlen. Wunderschön lag das Elihotel ganz am Meer. Am nächsten Tag ging es hinauf zum Vulkan" Ätna" Auf 1900 m Höhe blies uns ein starker und kalter Wind entgegen. Einige der Reisenden wollten mit dem Lift zu den Kratern auf 2900 m jedoch war der Berg ganz eingehüllt in Wolken und man lies von dem Vorhaben ab. Am nächsten Tag besichtigten wir ein Landgut mit Zitronenplantage und Orangen, die im Dezember und Januar reifen. Die Mutter des Besitzers stammt aus Thüringen und da konnte der Landwirt auch deutsch. Die Früchte werden am Baum verkauft an eine Firma, die dann auch die Ernte übernimmt. 0,20-0,30 Cent pro kg bekommt der Erzeuger, so erzählte er uns. In Tindari wurde die Wallfahrtskirche zur schwarzen Madonna und der Ausgrabungszone mit dem griechischen Theater besucht. In den Nebrodi Bergen besuchten wir einen Bauern der sich mit der Zucht und Haltung der schwarzen Schweine spezialisiert hat. 285 schwarze Schweine hat er auf seinem Betrieb und nebenbei hat er noch ein Restaurant, wo auch Hochzeiten gehalten werden. Auch wir wurden mit einem 6 Gänge Menü und bestem Wein überaus gut bewirtet. In Cafalu erfuhren die Teilnehmer, wie Manna gewonnen und verarbeitet wird. Besonders beeindruckte uns der Normannendom. Roger II. lies die dreischiffrige Säulenbasilika erbauen, die 1267 eingeweiht wurde. Im Inneren des Gotteshauses beeindrucken ein wundervolles Goldgrundmosaik mit einer unvorstellbaren Größe von 6700 qm und der segnende Christus als Herrscher der Welt. In Palermo wurde die Altstadt besichtigt mit der Martorana Kirche und natürlich der Dom mit den Grabstätten der Staufer Heinrich VI und Friedrich II. Auch das typische Markttreiben in teils engen Gassen von Palermo durfte nicht fehlen. Am letzten Nachmittag stand noch der Hausberg von Palermo auf dem Programm (der Monte Pellegrino) das Wahrzeichen Palermos und zur Grotte der Schutzpatronin Santa Rosalia. Sizilien hat 84 % Gebirge und nur 16 % flaches Land. Die Landwirtschaft ist mühsam und wird oft an sehr steilen Hängen betrieben. Man muss sich wundern, wie zu dieser Zeit im 12. Jahrhundert solche höchst wertvolle Kirchen gebaut werden konnten. Tief beeindruckt und begeistert von all den bemerkenswerten kulturellen Sehenswürdigkeiten und der Schönheit der Natur dieser Insel ging es nach einer Woche wieder zurück in die Heimat. Mit den herzlichsten Grüßen und schon mal vielen Dank im Voraus verbleibe ich Hubert Brummer Vlf St. Ottilien